Alle Beiträge von gassnerg59

2 Tage Pirschfahrt und Flussfahrt im Murchison Nationalpark

Für den frühen Morgen war die 1. Pirschfahrt geplant. Wir machten uns aber erstmal auf die Suche von Gerhards Handy, das er am Vortag wo ausgestreut haben musste. Zum Glück war unsere Vermutung richtig und wir wurden beim Wasserfall fündig! 

So fuhren wir dann mit etwas Verspätung zur Pirschfahrt. Durchs geöffnete Hochdach hatten wir Gelegenheit die Artenvielfalt dieses Nationalparks hautnahe erleben zu dürfen. Die Steppenlandschaft erlebten wir mit hohem saftigem Grase und roter Erde. Die kleine Regenzeit war gerade zu Ende gegangen. Dadurch waren manche Tiere etwas schwerer zu entdecken.

Herden von Uganda Grasantilopen, Impalas, Elenantilopen, die seltenen Rothschild Giraffen, Elefanten, Büffel, Wasserbock, Kuhantilopen, Warzenschweine und jede Menge Vöge konnten wir erleben. Höhepunkt war dann ein verliebtes Löwenpaar, dass sich unbekümmert vergnügte.

Bei der Bootstour am Nil zum Wasserfall durften wir diesen von einer anderen Perspektive erleben. Am Weg dorthin zeigte sich wiederum die Artenvielfalt Ugandas vom Wasser aus betrachtet: Marabus, Nilgänse, Reiher, Bienenfresser, Kingfisher, Elefanten, Nilpferde, Krokodile,..

Die Zeit in der großartigen Lodge war viel zu kurz. Hier ein paar Eindrücke von der Anlage und den vergnüglichen Affen.

 

Kibale Forest Nationalpark

Unsere Reise führte uns, immer dem Lake Albert folgend, zum Kibale Forest Nationalpark. Auf der Strecke dorthin passierten wir viele Dörfer in der sprichwörtlichen Hügellandschaft Ugandas und zahlreichen Teeplantagen. Tee war noch vor einigen Jahren die Hauptexportwahre, nun ist Gold an erster Stelle, von dem die Landbevölkerung aber nicht profitiert!!!!

Entlang der Straße in den Kibale NP

Der Kibale NP ist mit 80% immergrünen Feuchtwäldern sowie saftigen Laubwäldern bedeckt. Der Rest besteht aus Sümpfen und Grasland. Bedingt durch den hohen Waldanteil leben hier über 1000 Schimpansen. Die an den Besuch von Menschen gewöhnte Gemeinschaft an Affen besteht mittlerweile aus 120 Familien.

Wir verbrachten eine Nacht im Kibale Forest Camp, bevor wir früh am Morgen zum Schimpansen Tracking aufbrachen.

Wir durften unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, in ihrer gewohnten Umgebung erleben. Es waren unbeschreibliche Stunden, in denen wir sie zuerst mal finden mussten und dann mit ihnen kreuz und quer durch den dichten Wald liefen. Es boten sich viele Momente, in denen wir diese uns so ähnlichen Geschöpfe, hautnah beobachten konnten. In vielen Situationen erkannten wir unser eigenes Verhalten! Es werden unvergessliche Momente bleiben!

Leider verging die Zeit mit diesen einzigartigen Tieren viel zu schnell. Zu ihrem Schutz ist der Aufenthalt der Menschen in ihrem Lebensraum streng begrenzt.

Nach diesem Abenteuer führte uns unsere Reise weiter Richtung Süden. Auf Sand und Schotterpisten durch Dorfer und kleinere Städte und durch das landschaftlich beeindruckende „Kasenda Crater Lake Field“. Dieses Gebiet aus Kratern liegt 30km von Fort Portal entfernt. Mehr als 30 Seen formen aus dieser einst sehr vulkanischen Gegend eine herrliche Landschaft.

Vorbei am Lake Gorge erreichten wir dann den   

Queen Elisabeth Nationalpark,

wo wir am Kazinga Kanal in der die Bush Lodge Quartier bezogen.

Der Nationalpark wartet mit einer sehr vielseitigen, abwechslungsreichen Landschaft auf. Von offener Savanne über Sümpfe, Flüsse und Buschland sowie tropischen Feuchtwäldern bietet er vielen Tieren eine geschützte Heimat.

Früh morgens machten wir uns auf Foto Jagd im nördlichen Teil des Parkes beim Lake George. Wir sahen Gazellen, Warzenschweine, Wasserböcke, Nilpferde, riesigen Herden von Elefanten und Büffeln und immer wieder farbenprächtige Vögel.

Nach einer Mittagspause in der Lodge fuhren wir zu einer Bootstour am Kazinga Kanal. Dieser ist eine ca. 30km lange natürliche Wasserstraße, die die Seen Lake Edward im Westen und Lake George im Osten verbindet. Der Kanal bildet dabei die zentrale Lebensader für das Tier und Pflanzenreich und somit auch für die hier lebenden Menschen.

Wir starteten auf der Halbinsel Mweya bei der Lake Edward, der der größere der beiden Seen ist und zu zwei Drittel in der DR Kongo liegt. Wir konnten bei einer 2-stündigen Bootstour jede Menge interessanter Tiere beobachten wie Elefanten, Kaffernbüffel, Flusspferde, Krokodile, die sich in der Sonne sonnten und eine unbeschreibliche Artenvielfalt an Vögeln.

Nach einer weiteren Nacht in der Bush Lodge fuhren wir in den südlichen Ishasha-Sektor. Dort besteht die Landschaft aus leicht hügeliger Baumsavanne und ist bekannt für seine auf Bäume kletternden Löwen. Man ist hier immer nahe an der Grenz zum Kongo.

Die Tiere müssen sich Gott sei Dank nicht an Grenzen halten, wie die Nilpferdherden, die je nach Lust und Laune die Ufer wechseln.

Hipos am Grenzfluss zur DR Kongo

Bei der Suche nach den Löwen in den Bäumen waren wir erstmal nicht erfolgreich. Dafür konnten wir einer jungen grünen Mamba beim Verspeisen einer Kröte zusehen und natürlich zeigten sich wiederum die uns schon bekannten Tiere wie Büffel, Antilopen, Elefanten,….

Am frühen Nachmittag waren wir dann bei unserer Unterkunft Enjojo Lodge und wollten uns mal etwas ausruhen. Doch damit wurde nicht viel. Kurz vor Sonnenuntergang holte uns Isaak unser Guide aus der Unterkunft mit der Nachricht wir könnten die Löwen noch sehen. So gings nochmals los auf der Rumpelpiste und 30 Minuten später ein beeindruckendes Bild.

Zwei Löwenmännchen hatten es sich in einem riesigen Feigenbaum gemütlich gemacht und liesen sich in keiner Weise von den Autos unterhalb des Baumes aus der Ruhe bringen.

Am Morgen hatten wir noch ein gemütliches Bushfrühstück bevor wir uns durch

1000 Hügel zum Bwindi Nationalpark und den Berggorillas aufmachten.

Der Höhepunkt unserer Reise durch Uganda war das Gorilla Tracking. Diese imposanten Tiere sind vom Aussterben bedroht und durch den Besuch trägt man zum Schutz der Tiere bei. Die Populationen erholen sich seit einigen Jahren.

Die Straßen/Pisten dorthin sind sehr holprig und ausgefahren aber die vielen Eindrücke der wundervollen Landschaft entschädigen einem auf jeden Fall. Wir passierten ausgedehnte Hügellandschaften und tropischen Regenwald bevor dann endlich die beeindruckenden Berge des Bwindi Inpenetrable Regenwaldes vor uns lagen.

Unsere Unterkunft für die nächsten 5 Nächte war die Chameleon Hill Lodge mit Traumaussicht über den Mutanda See zu den Vulkanen Sabinyo, Gahinga und Muhavura mit einer Höhe von 3645-4127 Metern.

Nach einem zeitigen Frühstück und dichtem Nebel (wir waren ja bereits auf über 2000m) fuhren wir zum Parkeingang. Nach einer Unterweisung und Einteilung in Gruppen machten wir uns bereit auf das Zusammentreffen mit den sanften Giganten, den seltenen Berggorillas Ugandas. Es gibt einige Gorilla Familien, die an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt wurden (habituiert sind). Dies passiert durch ausgebildete Ranger die die Gorillas über lange Zeit (1-2 Jahr) begleiten und sich in ihrer Nähe aufhalten.

Bevor wir sie aber zu Gesicht bekommen konnten, stand ein anstrengender Weg durch bewaldete Hänge, verschlungene Reben, vorbei an Büschen und Bambuspflanzen, vor uns. Dieser Weg musste erst von Rangern mit ihren Macheten ausgeschlagen werden. Es kann nie exakt im Voraus gesagt werden, wo sich die Menschenaffen aufhalten. Ranger, sogenannte Spotter, sind zeitig im Regenwald unterwegs und geben dann den ungefähren Standort der Tiere durch. So konnte es dann auch für uns losgehen. Wir waren eine Gruppe von 5 Touristen, 3 Rangern und noch 5 Begleitern, die unsere Rucksäcke trugen.

Aufstieg zu den Gorillas

Nach anstrengenden 1,5 Stunden, immer steil bergauf trafen wir auf die Spotter und kurz darauf auf die ersten Giganten, die es sich im dichten Gebüsch gemütlich gemacht hatten und sich ihr „Frühstück“, die Blätter und Rinden der Büsche schmecken liesen. Es dauerte dann erstmal einige Minuten, bis wir wirkliche realisierten was sich da vor uns im Wald abspielte. Einer der Silberrücken (die Gruppe hat 2) lag vor uns, gleich in der Nähe eine Mutter mit ihrem 7 Monate alten Baby am Rücken. Sie verspeiste ein paar Blätter, während der Zwerg am Rücken spielte, weiter unten ein paar Jugendliche, die sich gegenseitig auflauerten und dann Machtkämpfe austrugen und immer wieder Familienmitglieder, die an uns vorbeiliefen oder einfach ihren Gewohnheiten nachgingen. Wir waren mitten unter der Familie und die Gorillas akzeptierten einfach unsere Anwesenheit.

Bei den Gorillas

Nach genau einer Stunde mussten wir diese Idylle leider verlassen, doch diese Augenblicke werden wir nie vergessen.

Der Rückweg war dann auch noch fordernd. Steil bergab durch das Dickicht und dann noch durch einen Fluss ohne Brücke. Da hieß es einfach durch durchs Wasser bis zum Po.

Nach unbeschreiblichen 5 Stunden im Regenwald und unvergesslichen Eindrücken fuhren wir zurück in unsere Lodge.

Den nächsten Tag genossen wir in der Unterkunft. An diesem Tag wäre eine Tour zu den Vulkanen geplant gewesen, die wir aber sausen liesen. Wir brauchten dringend mal einen Tag zum Ausspannen und ich gönnte mir eine Massage auf der Terrasse mit Traumblick- herrlich!

Farmleben und die Traditionen der Bevölkerung Ugandas.

Wir besuchten eine Familie, die uns in ihr Haus eingeladen hatte, für uns kochte und uns aus ihrem Leben erzählte.

Am Kapa Trail zu einem kleinen Wasserfall sahen wir mal hautnah die Menschen und die Natur und unter welchen Strapazen diese Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Wir hätten dann noch eine Tour zu den Pygmäen auf dem Batwa Trail unternehmen wollen, doch ist bei der Anmeldung im NP etwas schiefgelaufen. Wir waren dann doch nicht angemeldet und so war es uns nicht erlaubt, diese „Waldmenschen“ in ihrer noch relativ traditionellen Umgebung zu besuchen. Die Familien, die in den Wäldern des Bwindi NP einst lebten wurden ausgesiedelt nachdem dieses Gebiet zum Nationalpark ernannt wurde. Sie fristen nun ihr Dasein als geduldetet Gruppe in der Bevölkerung. Sie sind darauf angewiesen von den Bauern, die selbst nicht viel erwirtschaften, als Tagelöhner mit Naturalien bezahlt zu werden. Wie diese Menschen leben, zeigte uns dann ein Besuch in einem dieser Dörfer. Wir waren sprachlos. Die Familien haben so an die 15 Kinder und die Männer können sich immer wieder jüngere Frauen suchen, da die Nachkommen ihre Altersvorsorge sichern soll!!! Man fühlt sich da als Tourist machtlos.

Wir hatten einiges zum Nachdenken!!

Bei der Rückfahrt zu unsere Lodge musste Isaak beim Auto ein heruntergefahrenes Schutzblech schweißen lassen, unsere einzige Panne bei diesen doch sehr anspruchsvollen Straßen und ca. 1700 km gefahrener Strecke (am nächsten Tag wurde noch ein Reifen an der Tankstelle geflickt, es steckte ein Nagel darin, war in 30 Min. erledigt!!!)

Unsere letzte Etappe zurück nach Entebbe mit Stopp im kleinen NP Lake Mburo

Da wir Corona bedingt nicht nach Ruanda einreisen durften, hatte sich unsere Route geändert und wir mussten zurück nach Entebbe.

So ergab sich noch ein Aufenthalt im NP Lake Mburo mit einer Bootsfahrt am See und einer Morgenpirsch zu Fuß durch den Park.  War dann mal ein besonderes Erlebnis die Tiere ohne Schutz des Autos aus nächster Nähe zu sehen. Mit einem gemütlichen späten Frühstück verabschiedeten wir uns aus der Rock Lodge mit Traumaussicht in die Savanne.

Die Fahrt nach Entebbe führte uns dann auch wieder zurück auf die nördliche Halbkugel, über den Äquator, mit einem kleinen Schauspiel, welches man glauben kann oder auch nicht!?!?

Am Nachmittag waren wir zurück in Entebbe und konnten noch den Corona Test erledigen, den wir für den Rückflug benötigten ($ 120). Die Nacht verbrachten wir dann wieder im Secrets Guest House. Diesmal aber bei Partymusik bis 6.00 Uhr am Morgen. Unausgeschlafen mussten wir dann zum Flughafen. Rückflug 12.00 bis 17.00 mit Zwischenstopp in Doha. Da hatten wir dann Aufenthalt bis 2.30 des nächsten Tages (Flug wurde umgebucht).

Wir landeten dann um 7.00 Uhr in Wien und mit dem Zug gings ab nach Ernsthofen.

Es waren traumhafte Erlebnisse und Begegnungen mit den Menschen und Tieren von Uganda, die man schwer wiedergeben und erzählen kann, man muss dies selbst erlebt haben.

Ein besonderer Dank geht an unseren Guide Isaak, der immer bemüht war uns sein Land und deren Vielfalt an Menschen, Tieren, Pflanzen und Landschaft zu zeigen und nie verlegen war uns Rede und Antwort zu geben. Wir hoffen ihn mal wieder sehen zu dürfen. DANKE!!

Die 1. Tage in Uganda zum Murchison Nationalpark

Wir starteten zeitig am Morgen, ein langer Tag stand bevor, wir sollten an diesem Tag bereits unser nördlichstes Ziel der Reise erreichen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir das „Ziwa Rhino Sanctuary“. Bis vor 30 Jahren gab es in Uganda das Breitmaul- und das Spitzmaulnashorn. Durch ausgedehnte Wilderei während der Idi-Amin-Ära verschwanden diese majestätischen Tiere aus der Wildbahn. Um Nashörner wieder anzusiedeln, wurde 1998 der Rhino Fund Uganda gegründet, welcher ein Nashornzuchtprogramm betreibt. Durch eine Initiative wird die Bevölkerung über die gefährdeten Nashörner, über Wilderei und Umweltschutz aufgeklärt. Zurzeit gibt es bereits über 50 Nashörner, die rund um die Uhr bewacht werden und es könnten bereits in den nächsten Jahren Auswilderungen durchgeführt werden.

Wir machten uns zu Fuß im Nashornschutzgebiet, geführt von einem Ranger, auf die Suche nach den majestätischen Tieren und hatten genügend Zeit diese in freier Wildbahn “auf Augenhöhe“ zu beobachten.

Bevor wir dann am späten Nachmittag zu unserem Quartier der „Murchison River Lodge“ kamen, besuchten wir die Hauptattraktion des Nationalparks den „Murchison Wasserfall“ von dem der Park seinen Namen hat. Der Victoria Nil stürzt hier in imposanter Weise mit 43m Fallhöhe über eine Stufe, nachdem er sich durch eine 7m breite Engstelle des Ostafrikanischen Grabens gezwängt hat.

Es ist ein imposantes Schauspiel, dass sich hier bietet. Die Gewalt des Wassers ist ganz nahe zu erleben und man hat bei einer kurzen Wanderung traumhafte Ausblicke auf die Landschaft und den Fluss.

Murchison Falls

Bei Dunkelheit und Hunde müde erreichten wir dann die Lodge, in der wir die nächsten 3 Tage nächtigen durften.

Aber jetzt….

Leider musstet ihr etwas länger auf unsere Reiseberichte und Fotos warten. Die Internetverbindungen erfüllten leider nicht die Ansprüche, die wir gebraucht hätten. Die Zeit zwischen unserem, doch sehr vollem, Reiseplan ermöglichten es uns nicht, euch während der Reise am Laufenden zu halten.

Wir sind wie geplant am 16.12. wieder gut in Österreich angekommen und haben mit unserer Familie ein schönes Weihnachtsfest gefeiert und das neue Jahr gebührend begrüßt.

Nun ist es an der Zeit euch an unseren großartigen Erlebnissen und Eindrücken in Uganda teilhaben zu lassen. Wir hoffen ihr könnt unsere Begeisterung für dieses Land spüren.

Die Anreise verlief planmäßig. Am 30.11. landeten wir um 7.00 am Flughafen in Entebbe und nach erledigtem Corona Test ($ 30,00) wurden wir in unsere 1. Unterkunft ins „Secrets Guesthouse“ gebracht, wo wir mal etwas Schlaf nachholen konnten und den Tag zum gemütlichen Ankommen, bei fast 30° nutzen konnten. Am Abend lernten wir unseren Guide Isaac kennen, der für die Zeit unseres Aufenthaltes unser ständiger Begleiter und Fahrer sein wird.

Uganda: Auf zu den Berggorillas

Ja, es ist endlich soweit. Auf zur Fotosafari nach Uganda. Geplant für September 2020, verschoben auf Jänner 2021. Neuer Termin 29. November 2021. Jetzt der nächste Schock. Lockdown… Neue Südafrika Variante… Covid lässt nicht locker. Aber es gibt keine Reisewarnung für Uganda also starten wir.

Mir dem Zug fahren wir von St. Valentin nach Wien. Unser Flug geht am 29.11.2021 um 16:00 Uhr von Wien nach Doha und weiter nach Entebbe . Geplante Ankunft: Dienstag 30.11.21 07:30 Ortszeit. +3 Std. MEZ.

Je nach Internetverbindung werden wir euch von unserer 18 tägigen Fotoreise berichten.

Uganda, die „Perle Afrikas“ macht sich durch seine wunderschöne, grüne, hügelige Landschaft so unverwechselbar. Auf unserer Rundreise besuchen wir unverwechselbare, tierreiche Nationalparks, den reißenden Murchison Fall, den Queen Elisabet Nationalpark entlang der Gebirge des Ruwenzori. Natürlich sind die Begegnungen mit den Schimpansen in Kibale und den seltenen Berggorillas im Bwindi Nationalpark die Höhepunkte bei einer Reise durch Uganda – der Perle Afrikas. Auch die Big Five, den Schuhschnabel und die Golden Monkeys können wir hier antreffen. Bei dieser Reise werden wir nicht nur Flora und Fauna kennenlernen, auch Land & Leute möchten wir näher kennen- lernen. Wir sind nur mit einem Guide der uns auch als Fahrer zur Verfügung steht, unterwegs.

Also auf zur Fotosafari in Ostafrikas Tierwelt.

Geplante Fahrt Route

Fahrt Route

der Süden Litauens

Kernave an der Neris, Nord/Westlich von Vilnius

Das Städtchen war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Es ist berühmt für seine fünf Burghügel die während der Eiszeit entstanden sind und auf denen später die litauischen Fürsten stattliche Burgen bauten. Von diesen ist heute nichts mehr zu sehen, doch kann man die Hügel besteigen und von dort die herrliche Aussicht auf die Neris genießen und ein rekonstruiertes Dorf/Freilichtmuseum besichtigen. Der  Ort selbst war einst ein blühendes  Handelsstädtchen, wurde aber von den Kreuzrittern zerstört und die Stadt von einer dicken Erdschicht zugedeckt. Kernave wird daher oft auch „das litauische Troja“ genannt. Seit 1990 finden systematische Ausgrabungen statt. Das Gelände mit den Schüttburgen steht seit 2004 als Kulturreservat Kernave unter dem Schutz der UNESCO. Ein ganz toll aufbereitetes Museum zeigt Ausgrabungsfunde und informiert über die Siedlungsgeschichte.

Sehenswert ist auch die rote Kirche von Kernave.

Die Burg von Trakai

Trakai war im 14. Und 15. Jahrhundert die Hauptstadt Litauens und die Burg im See der Sitz der litauischen Großfürsten. Die Lage des Ortes und der roten Wasserbug, mitten im Insellabyrinth des Galvesees, schützte vor Angriffen des Deutschen Ordens. Die restaurierte Wasserburg ist heute über eine Holzbrücke mit dem Dorf verbunden und wird von fast jedem Urlauber besucht. Wir ließen uns den Anblick auch nicht entgehen.

Im Nationalpark Dzukija

Diese waldreiche Region von Dzukija und Suvalkija befindet sich in Litauens Süden an der Grenze zu Polen und Belarus, ist sehr dünn besiedelt und wird vom Fluss Nemuna (Memel) durchquert.

Unser Ziel war der kleine Ort Marcinkonys, wo wir mal unsere Wanderschuhe auspackten. Wir machten uns auf den 13km langen Wanderweg durch die unberührte Naturlandschaft des größten Nationalparks Litauens mit seiner besonderen Flora und Fauna. Man geht durch urwüchsige Kiefernwälder mit Flechten, Moosen und Heidekraut. Zu dieser Jahreszeit sieht man Unmengen von Pilzen die man nicht suchen muss, die sind einfach überall.  Entlang von Mooren, kleinen Seen und immer wieder mal einem Dörfchen, überquert man mal einen kleinen Fluss und eine Wanderdüne. Es war für uns ein Tag wie in einer Märchenwelt.

Am nächsten Tag besuchten wir noch das Städtchen Merkine an der Memel mit einem gewaltigen Aussichtturm, von dem man einen tollen Blick auf die Umgebung hat.

Im 2. Weltkrieg wurde auch hier, wie in so vielen anderen Orte,  die jüdische Bevölkerung (über 800 Menschen, davon 400 Kinder) von den Nationalsozialisten ausgelöscht. An diese Menschen erinnert der jüdische Friedhof und die Gedenkstätte der ermordeten Juden.

In Merkine und den umliegenden Dörfern wird die berühmte schwarze Keramik hergestellt. Dafür wird Lehm nach alten und wohlgehüteten Rezepten unter Beifügung von Fichtenharz in der Erde gebrannt. Wir besuchten einen Töpfer und erstanden natürlich ein Souvenir.

Vilnius Die Hauptstadt von Litauen

Auf den Weg in die Hauptstad führte uns unsere Reise zum geographischen Mittelpunkt von Europa (auf einem Golfplatz) bei Purnuskes, wenige Kilometer nördlich von Vilnius. Die neuesten Berechnungen des französischen Landvermessungsamt „Institut Geographique National“ ergaben diesen Punkt. Es umringen die Fahnen der europäischen Länder eine massige Säule aus weißem Granit mit golden funkelnder Sternenkrone.

VILNIUS – eine Stadt mit Geschichte                                                    

Fast 600 000 Menschen leben in Vilnius, davon nur 50% Litauer und jeweils 20% Russen und Polen. Vilnius Atmosphäre ist von seiner Vielvölkergeschichte bestimmt. Im Lauf der Jahrhunderte siedelten hier die unterschiedlichsten Ethnien und Konfessionen und trieben Handel.

Wenn man in die Altstadt mit den malerischen engen Gassen und geduckten Häuschen eintaucht, kommt man ins Schwärmen. Kopfsteinpflaster und nur wenige Autos auf den Straßen- das lädt zum Flanieren ein. Litauens Hauptstadt ist betörend schön, nicht ohne Grund nennt man sie „Jerusalem des Ostens“ oder „ Rom des Nordens“. Vilnius scheint solche Vergleiche zu provozieren. Auf jeden Fall ist sie eine Stadt mit vielen Kirchen: Katholische, russisch-orthodoxe, evangelische, mehrere Moscheen und inzwischen auch wieder eine Synagoge. Die Stadt wirkt wie ein steinernes Bilderbuch der europäischen Architekturgeschichte: Renaissance oder Barock – daneben die Kuppeln der russisch- orthodoxen Kirchen und die Gründerzeitbauten des Bürgertums.

Wir starteten mit einer Runde im „Hopp on- hopp off“ Bus, da dieser direkt vom Stellplatz seine Runde begann. Dadurch hatten wir einen recht guten Überblick wo es was zu sehen gab. Nach der 1 stündigen Runde machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg und waren von den vielen tollen Aus- und Einblicken, den architektonisch so verschiedenen Kirchen, Häusern und den kleinen Gassen ganz begeistert.

In Vilnius soll man von jedem Standort aus mindestens drei Kirchtürme sehen können.

Vilnius hat sein Gesicht bis heute nicht verloren, auch wenn jenseits des Flusses Neris moderne Bürotürmen in den Himmel ragen.

Der Dichter Asam Mickiewicz lebte früher am Anfang der heutigen LITERATUR GASSE. Heute schmücken rund 200 Werke litauischer und ausländischer Künstler die Wände und ehren verschieden Autoren. Jedes Bildnis ist eine Hommage an einen literarischen Meister, der von den Künstlern selbst ausgewählt wurde.

Künstlerviertel von Uzupis

Hinter dem Flüsschen Vilna liegt eine der ältesten Vorstädte. Ursprünglich von Handwerkern bewohnt, zogen nach der Unabhängigkeit Litauens 1991 viele Studenten, Künstler, Musiker und Schauspieler in die leistbaren Plattenbauten des Vorortes. Alte Häuser, idyllische Hinterhöfe, Galerien, Cafés und kleine Läden prägten das Viertel, das immer beliebter wurde. Die 7000 Bewohner gründeten 1997 ihre eigene „Spaßrepublick“- mit 4 Flaggen (für jede Jahreszeit eine), einem eigenen Präsidenten und einer eigenen Uzupis Verfassung mit 41 Artikeln (bitte unbedingt nachlesen!!!) https://www.newslichter.de/2013/01/uzupis-und-das-recht-auf-gluck/ In der kleinen Republik werden die normalen Regeln auf den Kopf gestellt- eine reizvolle Mischung aus Anarchie und Idylle. Auf dem Marktplatz erhebt sich das Wahrzeichen, ein goldener Engel, daher wird Uzupis auch Engelsrepublick genannt.

Spät Abends kehrten wir müde aber mit vielen tollen Eindrücken zurück auf unseren City Stellplatz. Uns hat es in Vilnius sehr gut gefallen. Eine Stadt zum Wiederkommen!

Zurück in Litauen

Wir überqueren die Grenz nach Litauen auf einer ganz abgelegen Straße. Wir wollen den Ort Stelmuze, an der litauisch-lettischen Grenze, mit einer der ältesten Holzkirchen des Baltikums besuchen. Die Kirche wurde mit einfachen Werkzeug, ohne einen einzelnen Nagel, 1650 errichtet. Vor der Kirche steht eine schon sehr unterstützungsbedürftige alte Eiche. Leider konnten wir den Innenraum der Kirche nicht besichtigen. Die Dame beim Kassa Häuschen erklärte mir mittels Handy: Heute ist Hygienetag!!!

Zurück auf der Hauptstraße in Zarasai warfen wir einen kurzen Blick vom gewundenen Riesensteg aus 17m Höhe auf den See.

Unser nächstes Ziel war der Nationalpark Aukstaitija

Wir besorgten uns in Palüse gleich mal Informationsmaterial zu Kajak-, Wander- und Fahrradtouren. Uns sprach dann gleich eine Kajaktour am Kiauna Fluss mit 16 km an. Wir machten uns auf den Weg einen Anbieter zu finden, der uns zur Einstiegstelle bringen sollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Anbieter gab es mehrere, die Plätze waren aber menschenleer, fanden wir dann doch noch einen der uns am nächsten Tag zum Einstiegspunkt der Tour bringen wollte. Am nächsten Morgen waren wir wie vereinbart um 9.30 dort. Das Auto wurde abgestellt, unser Kanu startklar gemacht, die Wassersäcke gepackt und alles ins Transportauto verladen. Eine halbe Stunde später waren wir am Kiaune See und wir starteten die Tour.

Es war dann Abenteuer pur. Gott sei Dank hatte Gerhard die Route mit GPS am Handy gespeichert. Wir mussten gleich mal den See überqueren und den Wasserweg des Flüsschens finden, der dann ungefähr 2m breit war. Die Strecke führte über unzählige kleine Kurven durch Schilf, dann wieder durch Wald mit umgefallenen Bäumen, die wir liegend unterfahren oder durchs Wasser watend überqueren mussten. 2 weitere Seen waren dann auch noch zu meistern. Es waren aber tolle Eindrücke in der so ganz unberührten Natur. Zu den 16km am Kiauna Fluss mussten wir dann noch 6km Flussaufwärts am Zeimena Fluss paddeln um zu unserem Auto zu kommen. Da kamen wir dann noch so richtig an unsere Grenzen. Ziemlich geschafft hoben wir nach 7 Stunden und 22km unser Kanu aus dem Wasser.

Am nächsten Tag hatten wir weder Lust zum Radeln noch zum Wandern.

Wir erkundeten die alten Dörfer und Aussichtspunkte des Parks mit dem Auto.

Zwischendurch legten wir einen Stopp ein und konnten wieder Schwammerl und Heidelbeeren finden.

Auf unsern Stellplatz in Palüse haben wir eine tolle Abendstimmung am See einfangen können.

Nach so viel Natur brauchten wir wieder mal etwas Abwechslung und brachen Richtung Vilnius auf.

Der Süd/osten Lettlands

Wir verlassen nach 5 erholsamen Tagen/Nächten den Gauja Park und legen noch einen Stopp im Dorf ARAISI ein. Hier wurde bei Ausgrabungen auf der Insel im Araisi See eine Lettgallische Inselsiedlung, aus dem 9.-10 Jh. entdeckt und wieder rekonstruiert. Gleich am Hügel nebenbei sieht man die Überreste der Burgruine des Livonischen Ritterordens (14.-17-Jh.)

Am Weg in den Süd/Osten verbringen wir eine Nacht am Ufer der Aiviekste bei Plavinas im Mündungsgebiet in die Daugava.

Mein kleiner Fischerfreund Arthur hat mir verraten wie man in der Daugava Fische fängt. Wir hatten richtigen Spaß dabei, wir konnten uns auf lettisch (Hände und Füße) und ein wenig englisch prächtig unterhalten.

Die weiße Basilika von AGLONA zieht jedes Jahr über 50 000 Pilger an. Sie wollen die wundertätige Marienikone im Altarraum besuchen. Hier kann man die Aura spüren, die für eine Weile den Alltag vergessen lässt und sich darüber Gedanken machen, was im Leben am Wichtigsten ist. Mönche des Dominikanerordens brachten die Ikone vermutlich aus Litauen zur heiligen Quelle von Aglona und bauten 1780 für den nicht abreißenden Pilgerstrom die Basilika. Sie gilt heute als wichtigste katholische Kirche im ansonsten protestantisch orientierten Lettland.

Valnezers See- Teufelssee, er wechselt je nach Tageszeit seine Farbe, daher sein Name!

Sauleskalns: Hier befindet sich ein in die Jahre gekommenes Schigebiet auf einem der  höchsten Berge Lettlands mit 211m!!! Wir laufen die Lifttrasse hoch und wollen die versprochene Aussicht auf das umliegende Seengebiet genießen. Doch, wie weit man von dieser Höhe aus sieht,  kann man sich gut vorstellen.

Naturpark „Daugavas Loki“

Der Naturpark wurde eingerichtet, um die einzigartige Natur, kulturhistorischen Werte und die einzigartige von Menschen nur wenig veränderte Landschaft des Oberlaufes der Daugava im Abschnitt des Urstromtals Neujene –Kraslava zu erhalten. Eine charakteristische Besonderheit des Naturparkes sind die acht großen Daugava-Bögen, diese werden als das älteste Gebilde des Tals in Lettland angesehen. Im Jahre 2011 wurde das Naturschutzgebiet in die Liste Lettlands vom UNESCO Welterbe aufgenommen.

Flug über die Daugava

SLUTISKI das 500 Jahre alte Dorf Altgläubiger Russen. Es steht seit 1998 unter besonderem Schutz und es wurden einige Häuser als Museum rekonstruiert.

Aussichtsturm von VASARGELISKI

Schlossberg von Vespils und die Nachbildung der Dünaburg (es sind nur noch Mauer Reste vorhanden), die man bei einer kleinen Rundwanderung besichtigen kann.

Heimatmuseum in Naujene. Es zeigt die Fauna und Flora der Daugava und erzählt aus dem Leben der Bewohner.   

Unser letzter Stellplatz in Lettland am Sventes See

Gauja Nationalpark

Am Beginn des Parks befindet sich die Stadt SIGULDA, bekannt durch die Bob- und Rodelbahn. Die Bahn wurde 1986 gebaut, hat eine Länge von 1200+220m und besteht aus  16 Kurven. Auf der Strecke können bis zu 125 km/h Geschwindigkeit erreicht werden.

Als Besucher hat man die Möglichkeit, alle Kurven der Strecke zu Fuß zu durchlaufen, was wir natürlich machten.

Urlaubstage am Campingplatz Apajkalns in Raiskums, im Gauja-Nationalpark.

Hier wird alles geboten was man braucht und so beschließen wir mal einen längeren Stopp einzulegen. Es wird unser Kajak aufgepumpt und gleich mal der See erkundet.

Am Abend hat Gerhard noch Anglerglück. Vom Boot aus fängt er einen Hecht, den wir am Feuer grillen.

Ein schönes Abenteuer ist unsere Kajaktour am nächsten Tag auf der Gauja .Wir paddeln 17,5 Km durch unberührte Natur, vorbei an roten Sandsteinformationen die der Fluss über Jahrtausenden von Jahren geformt hat. Die Stille wird nur durch das schlagen der Paddeln und vom Plätschern kleiner Stromschnellen unterbrochen. Ein unvergessliches Erlebnis. 

Kanufahrt auf der Gauja

26 km Radtour ins Städtchen Cesis.

Bei einem kleinen Rundgang durch die Stadt besichtigen wir die Johanniskirche, sie ist einer der größten Sakralbauten Lettlands. Nicht weit davon erheben sich das neue Schloss und die Ordensburg des Schwertbrüderordens, die von einer schönen Parkanlage umgeben sind.

Am Hügel oberhalb der Parkanlage thront die orthodoxe Kirche mit ihren blauen Kuppeln.

Im Maipark, mit einem künstlich angelegten See, ist ein schwarzes Schwanenpaar zu Hause.

Lettland der Westen: entlang der Ostseeküste in die Lettische HauptstadT Riga

Die erste Nacht in Lettland verbringen wir an einem schönen See mit vielen Wasservögeln und einer tollen Abendstimmung.

Weiter gings nach Lipaja, wichtigster Ostseehafen Lettlands. In der Sowjetära war die Stadt Sperrbezirk. Heute bröckeln die stattlichen Offiziershäuser die zur Zeit des Zaren errichtet wurden. Nur die Nikolai Kathedrale erstrahlt in dieser unwirklichen Szenerie in vollem Glanz.

Wir verlassen aber bald wieder die Küste

und verbringen 2 Tage am Campingplatz Ezermali am See Zvirgzdu. Wir haben ein Plätzchen direkt am See, es wird gefischt und am Abend sitzen wir bis spät in die Nacht am Lagerfeuer.

Kuldiga

Bekannt durch die Sandsteinbrücke über die Venta und den breitesten „Wasserfall“ Europas mit ca. 240 Metern und einer Höhe von 2 Metern. Ob diese Höhe für den Begriff Wasserfall reicht oder nicht – ein schöner Anblick sind die Ventas Rumbas allemal.

Flug über die Venta

Einen Satz zu den Straßenverhältnissen in Lettland. Es sind nur die Hauptrouten mit Asphalt überzogen, aber jede Nebenstraße ist eine Staubstraße. Und wie das aussieht zeig ich euch an Hand eines Fotos. Die Räder waren mit einer Schutzhülle verpackt. Das Womo war bis auf die letzte Ritze verstaubt. Putzen war angesagt.

An der Küste zum Kap Kolka

Es reihen sich hier einige livische Fischerdörfer aneinander, von denen aber nicht mehr viel zu sehen ist. Die Häuschen sind entweder verfallen oder wurden zu Ferienhäusern umgebaut. Wir bleiben in Vaide beim Camping Purvziedi im Nationalpark Slitere. Von da erkunden wir per Rad nochmals die Küste bis Mazirbe.

Der Bootsfriedhof im Küstenwald bei Mazirbe, erzählt von der Zeit, als die Sowjets den Fischern das Fischen verboten. Zu groß war die Gefahr, dass die Fischer übers Meer flüchten würden. Es wurden die Boote an Land gezogen wo man sie heute noch entdecken kann. Der Bug ist fast noch intakt, die sorgfältig gebogenen Bretter des Rumpfes von Flechten überzogen, und wo der Mast in den Himmel ragte wächst eine Buche aus dem zerbrochenen Leib.

Zurück nach Vaide fahren wir die 10km am Strand, was ein tolles Erlebnis war.

Strandradl`n am Kap Kolka

Am nächsten Tag erkunden wir den wilden Strand von Kolkasrags, die Landspitze von Kap Kolka. Hier treffen die Strömungen der Riga Bucht auf die baltische See und fressen langsam aber stetig das Land, so dass auf der Ostseite des Kaps den Bäumen buchstäblich der Boden unter den Wurzeln entschwindet. Die ausgebleichten Stämme die dort am Strand und im Wasser liegen, dienen als natürlicher Wellenbrecher.

Unterwegs an der Küste Richtung Riga findet man so manch leckere Speisen:

Am Straßenrad gibt’s Räucherfisch zu kaufen. Und bei einem Stopp im Wald finden wir Eierschwammerl und Heidelbeeren. Tags darauf gibt’s dann Heidelbeerstrudel.

Die Hauptstadt von Lettland

Mit etwa 638 000 Einwohnern ist Riga die größte Stadt des Baltikums. Neben der gut erhaltenen Altstadt beeindruckt vor allem die Vielzahl an prächtigen Jugendstielbauten. Die über 800 Jahre alte Hansestadt beherbergt die meisten Sehenswürdigkeiten und ist auch in kultureller Hinsicht der Mittelpunkt der jungen lettischen Republik.

Die Rigenser lieben es, durch die herausgeputzten Straßen zu flanieren und in einem der gemütlichen Straßencafés auf dem Dom-, Liven- oder Rathausplatzes zu sitzen. Die Innenstadt gilt ihnen als Bühne, auf der sie von ihrem, zumindest in finanzieller Hinsicht, meist ernüchternden Alltag Abstand gewinnen können. Die Mehrheit der Riganer lebt noch immer in den grauen Vorstädten, die sich seit der Singenden Revolution Ende der 1980er- Jahr kaum verändert hat. Der Alltag ist schwer, nur wenige verdienen gut, und vor allem die Alten können kaum von ihrer schmalen Rente leben.

Das Nobelviertel von Riga befindet sich im Jugendstil Stadtteil. Bestens renovierte Häuser  und schick gekleidete Menschen mit ihren teuren Autos prägen dieses Viertel. Es ist das Zentrum vieler Botschaften.

Der Riga Zentralmarkt mit seinen fünf Markthallen ist einer der ältesten Märkte in Europa. Seine Hallen wurden früher als Zeppelinhangar genützt. Man findet alles was man zum Leben braucht, Fisch, Fleisch Obst und Gemüse, in Hülle und Fülle und auch leistbar. Käse u. Fleisch bekommt man um 5 -7 Euro das Kilo.  

Um die Stadt zu erkunden, bot sich für uns der Stellplatz in der Marina, auf der Halbinsel Kipsala, an. Traumhaften Blick auf die Altstadt, besonders bei Sonnenuntergang gabs gutes Licht für tolle Fotos.

Beim Fischen blieb leider der große Erfolg aus.