Wir starteten zeitig am Morgen, ein langer Tag stand bevor, wir sollten an diesem Tag bereits unser nördlichstes Ziel der Reise erreichen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir das „Ziwa Rhino Sanctuary“. Bis vor 30 Jahren gab es in Uganda das Breitmaul- und das Spitzmaulnashorn. Durch ausgedehnte Wilderei während der Idi-Amin-Ära verschwanden diese majestätischen Tiere aus der Wildbahn. Um Nashörner wieder anzusiedeln, wurde 1998 der Rhino Fund Uganda gegründet, welcher ein Nashornzuchtprogramm betreibt. Durch eine Initiative wird die Bevölkerung über die gefährdeten Nashörner, über Wilderei und Umweltschutz aufgeklärt. Zurzeit gibt es bereits über 50 Nashörner, die rund um die Uhr bewacht werden und es könnten bereits in den nächsten Jahren Auswilderungen durchgeführt werden.
Wir machten uns zu Fuß im Nashornschutzgebiet, geführt von einem Ranger, auf die Suche nach den majestätischen Tieren und hatten genügend Zeit diese in freier Wildbahn “auf Augenhöhe“ zu beobachten.
Bevor wir dann am späten Nachmittag zu unserem Quartier der „Murchison River Lodge“ kamen, besuchten wir die Hauptattraktion des Nationalparks den „Murchison Wasserfall“ von dem der Park seinen Namen hat. Der Victoria Nil stürzt hier in imposanter Weise mit 43m Fallhöhe über eine Stufe, nachdem er sich durch eine 7m breite Engstelle des Ostafrikanischen Grabens gezwängt hat.
Es ist ein imposantes Schauspiel, dass sich hier bietet. Die Gewalt des Wassers ist ganz nahe zu erleben und man hat bei einer kurzen Wanderung traumhafte Ausblicke auf die Landschaft und den Fluss.
Bei Dunkelheit und Hunde müde erreichten wir dann die Lodge, in der wir die nächsten 3 Tage nächtigen durften.
