Die erste Nacht in Lettland verbringen wir an einem schönen See mit vielen Wasservögeln und einer tollen Abendstimmung.
Weiter gings nach Lipaja, wichtigster Ostseehafen Lettlands. In der Sowjetära war die Stadt Sperrbezirk. Heute bröckeln die stattlichen Offiziershäuser die zur Zeit des Zaren errichtet wurden. Nur die Nikolai Kathedrale erstrahlt in dieser unwirklichen Szenerie in vollem Glanz.
Wir verlassen aber bald wieder die Küste
und verbringen 2 Tage am Campingplatz Ezermali am See Zvirgzdu. Wir haben ein Plätzchen direkt am See, es wird gefischt und am Abend sitzen wir bis spät in die Nacht am Lagerfeuer.
Kuldiga
Bekannt durch die Sandsteinbrücke über die Venta und den breitesten „Wasserfall“ Europas mit ca. 240 Metern und einer Höhe von 2 Metern. Ob diese Höhe für den Begriff Wasserfall reicht oder nicht – ein schöner Anblick sind die Ventas Rumbas allemal.
Einen Satz zu den Straßenverhältnissen in Lettland. Es sind nur die Hauptrouten mit Asphalt überzogen, aber jede Nebenstraße ist eine Staubstraße. Und wie das aussieht zeig ich euch an Hand eines Fotos. Die Räder waren mit einer Schutzhülle verpackt. Das Womo war bis auf die letzte Ritze verstaubt. Putzen war angesagt.
An der Küste zum Kap Kolka
Es reihen sich hier einige livische Fischerdörfer aneinander, von denen aber nicht mehr viel zu sehen ist. Die Häuschen sind entweder verfallen oder wurden zu Ferienhäusern umgebaut. Wir bleiben in Vaide beim Camping Purvziedi im Nationalpark Slitere. Von da erkunden wir per Rad nochmals die Küste bis Mazirbe.
Stellplatz Purvziedi Stellplatz Purvziedi Trauermantel
Der Bootsfriedhof im Küstenwald bei Mazirbe, erzählt von der Zeit, als die Sowjets den Fischern das Fischen verboten. Zu groß war die Gefahr, dass die Fischer übers Meer flüchten würden. Es wurden die Boote an Land gezogen wo man sie heute noch entdecken kann. Der Bug ist fast noch intakt, die sorgfältig gebogenen Bretter des Rumpfes von Flechten überzogen, und wo der Mast in den Himmel ragte wächst eine Buche aus dem zerbrochenen Leib.
Zurück nach Vaide fahren wir die 10km am Strand, was ein tolles Erlebnis war.
Am nächsten Tag erkunden wir den wilden Strand von Kolkasrags, die Landspitze von Kap Kolka. Hier treffen die Strömungen der Riga Bucht auf die baltische See und fressen langsam aber stetig das Land, so dass auf der Ostseite des Kaps den Bäumen buchstäblich der Boden unter den Wurzeln entschwindet. Die ausgebleichten Stämme die dort am Strand und im Wasser liegen, dienen als natürlicher Wellenbrecher.
Unterwegs an der Küste Richtung Riga findet man so manch leckere Speisen:
Am Straßenrad gibt’s Räucherfisch zu kaufen. Und bei einem Stopp im Wald finden wir Eierschwammerl und Heidelbeeren. Tags darauf gibt’s dann Heidelbeerstrudel.
Die Hauptstadt von Lettland
Mit etwa 638 000 Einwohnern ist Riga die größte Stadt des Baltikums. Neben der gut erhaltenen Altstadt beeindruckt vor allem die Vielzahl an prächtigen Jugendstielbauten. Die über 800 Jahre alte Hansestadt beherbergt die meisten Sehenswürdigkeiten und ist auch in kultureller Hinsicht der Mittelpunkt der jungen lettischen Republik.
Die Rigenser lieben es, durch die herausgeputzten Straßen zu flanieren und in einem der gemütlichen Straßencafés auf dem Dom-, Liven- oder Rathausplatzes zu sitzen. Die Innenstadt gilt ihnen als Bühne, auf der sie von ihrem, zumindest in finanzieller Hinsicht, meist ernüchternden Alltag Abstand gewinnen können. Die Mehrheit der Riganer lebt noch immer in den grauen Vorstädten, die sich seit der Singenden Revolution Ende der 1980er- Jahr kaum verändert hat. Der Alltag ist schwer, nur wenige verdienen gut, und vor allem die Alten können kaum von ihrer schmalen Rente leben.
Pulverturm Katzenhaus Gildenhaus St. Petrikirche Rathausplatz Wachablöse Schwarzhäupterhaus Freiheitsdenkmal Livenplatz Geburtskathedrale
Das Nobelviertel von Riga befindet sich im Jugendstil Stadtteil. Bestens renovierte Häuser und schick gekleidete Menschen mit ihren teuren Autos prägen dieses Viertel. Es ist das Zentrum vieler Botschaften.
Der Riga Zentralmarkt mit seinen fünf Markthallen ist einer der ältesten Märkte in Europa. Seine Hallen wurden früher als Zeppelinhangar genützt. Man findet alles was man zum Leben braucht, Fisch, Fleisch Obst und Gemüse, in Hülle und Fülle und auch leistbar. Käse u. Fleisch bekommt man um 5 -7 Euro das Kilo.
Um die Stadt zu erkunden, bot sich für uns der Stellplatz in der Marina, auf der Halbinsel Kipsala, an. Traumhaften Blick auf die Altstadt, besonders bei Sonnenuntergang gabs gutes Licht für tolle Fotos.
Beim Fischen blieb leider der große Erfolg aus.

Liebe Gassner-Family,
da habt ihr euch ja eine tolle Route ausgesucht. So schöne Fotos! Wir wünschen euch noch viel Spaß und tolle Eindrücke. Freuen uns schon auf den nächsten Diavortrag von euch. Liebe Grüße Andrea und Erich
Hallo Ihr Zwei, danke für die lieben Wünsche. Ja, gefällt uns sehr gut in den baltischen Ländern. Gibt aber nicht nur schönes zu sehen, haben noch viel aufzuholen. Das leben ist relativ teuer und das Einkommen nicht sehr hoch, speziell die älteren Menschen leiden darunter.
Ich hoffe euch gehts auch gut. Hast dich schon an das Pensionisten-Leben gewöhnt? Steht bei euch auch eine Reise an?
Liebe Grüße aus Lettland
Margit u. Gerhard
Großartig, ihr beiden! Bin voll dabei 😉 … Vielen Dank für die vielen tollen Eindrücke und weiterhin alles Gute auf eurem spannenden Trip!
Liebe Grüße, Christian
Hallo Christian, freut mich das du uns virtuell auf unserer Reise begleitest. Ja, es sind wieder tolle Eindrücke und gute Fotomotive dabei. Freu mich schon bei einen Seiterl Bier darüber zu erzählen.
Alles Liebe und schöne Grüße aus Lettland.