Wir überqueren die Grenz nach Litauen auf einer ganz abgelegen Straße. Wir wollen den Ort Stelmuze, an der litauisch-lettischen Grenze, mit einer der ältesten Holzkirchen des Baltikums besuchen. Die Kirche wurde mit einfachen Werkzeug, ohne einen einzelnen Nagel, 1650 errichtet. Vor der Kirche steht eine schon sehr unterstützungsbedürftige alte Eiche. Leider konnten wir den Innenraum der Kirche nicht besichtigen. Die Dame beim Kassa Häuschen erklärte mir mittels Handy: Heute ist Hygienetag!!!
Zurück auf der Hauptstraße in Zarasai warfen wir einen kurzen Blick vom gewundenen Riesensteg aus 17m Höhe auf den See.
Unser nächstes Ziel war der Nationalpark Aukstaitija
Wir besorgten uns in Palüse gleich mal Informationsmaterial zu Kajak-, Wander- und Fahrradtouren. Uns sprach dann gleich eine Kajaktour am Kiauna Fluss mit 16 km an. Wir machten uns auf den Weg einen Anbieter zu finden, der uns zur Einstiegstelle bringen sollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Anbieter gab es mehrere, die Plätze waren aber menschenleer, fanden wir dann doch noch einen der uns am nächsten Tag zum Einstiegspunkt der Tour bringen wollte. Am nächsten Morgen waren wir wie vereinbart um 9.30 dort. Das Auto wurde abgestellt, unser Kanu startklar gemacht, die Wassersäcke gepackt und alles ins Transportauto verladen. Eine halbe Stunde später waren wir am Kiaune See und wir starteten die Tour.
Es war dann Abenteuer pur. Gott sei Dank hatte Gerhard die Route mit GPS am Handy gespeichert. Wir mussten gleich mal den See überqueren und den Wasserweg des Flüsschens finden, der dann ungefähr 2m breit war. Die Strecke führte über unzählige kleine Kurven durch Schilf, dann wieder durch Wald mit umgefallenen Bäumen, die wir liegend unterfahren oder durchs Wasser watend überqueren mussten. 2 weitere Seen waren dann auch noch zu meistern. Es waren aber tolle Eindrücke in der so ganz unberührten Natur. Zu den 16km am Kiauna Fluss mussten wir dann noch 6km Flussaufwärts am Zeimena Fluss paddeln um zu unserem Auto zu kommen. Da kamen wir dann noch so richtig an unsere Grenzen. Ziemlich geschafft hoben wir nach 7 Stunden und 22km unser Kanu aus dem Wasser.
Am nächsten Tag hatten wir weder Lust zum Radeln noch zum Wandern.
Wir erkundeten die alten Dörfer und Aussichtspunkte des Parks mit dem Auto.
Zwischendurch legten wir einen Stopp ein und konnten wieder Schwammerl und Heidelbeeren finden.
Auf unsern Stellplatz in Palüse haben wir eine tolle Abendstimmung am See einfangen können.
Nach so viel Natur brauchten wir wieder mal etwas Abwechslung und brachen Richtung Vilnius auf.





































Hallo ihr Lieben! Super was ihr macht! Ich bewundere euch; LG aus Pregarten
Walter
Hallo Walter, freut mich das du unsere Reise virtuell begleitest. Ja, ist wieder eine tolle und spannende Reise. Das Baltikum hat auch seine Reizte. Sind jetzt schon in Polen. Haben heute Auschwitz Birkenau besichtigt. Habe jetzt noch Gänsehaut von den Gräueltaten was da passiert ist.
Ich bin dir immer noch ein Foto schuldig von der Damberwarte, hab aber dein E-Mailadresse vergessen. Schick sie mir bitte an gassnerg59@gmail.com.
LG aus Polen
Gerhard