Weiter in den Süden

 

So gemütlich es auf diesem CG auch war, wir wollten dann nach 5 Nächten doch weiter, um die vielen Buchten an der Baja Concepcion zu erkunden.

Wir kamen nicht weit und schon strandeten wir in Playa Escondido, an so einem traumhaften Strand.

Sonnen, Sand und Meer und endlich auch Temperaturen zum Baden.

Aber auch weiter südlich am Playa Armenta verbrachten wir schöne Stunden mit Michaela und Günter, mit denen wir nun schon seit 20 Tage reisten.

In Loreto hielten wir uns nur einen Tag auf.

Weitere schöne Buchten gab es bei Puerto Escondido am Juncalite Beach.

Wir fuhren dann weiter Richtung Süden, machten noch einen Abstecher zur Küste nach Puerto Adolfo Lopez, aber leider waren auch da noch keine Wale und so fuhren wir weiter nach La Paz.

Bei La Paz verbrachten wir dann die Silvesternacht an einem Strandstück, an dem wir dann auch mal die Seilwinde testen konnten. Unser Auto war doch etwas zu schwer für die Fahrt durch den Sand.

Die Neujahrsnacht verlief ganz ruhig. Obwohl wir eine schöne Sicht auf La Paz hatten, gab es nicht eine Rakete zu sehen. Silvesterknallerei scheint in Mexiko nicht üblich zu sein.

 

Weihnachtstage in Mulege 20.12.-25.12.2017

Der Platz in Mulege gefiel uns dann so gut, dass wir beschlossen dort Weihnachten zu verbringen. Wir hatten Wasser, Strom, Internet, die Stadt in der Nähe und täglich kamen Verkäufer von Fisch Shrimps, Gemüse und natürlich auch Souvenirs vorbei. Wir erstanden einen tollen farbenprächtigen Teppich. Wir hatten aber auch einige unserer vielen Reisebekanntschaften um uns versammelt.

So erkundeten wir in den nächsten Tagen den Strand, der uns dann nicht so ansprach.

In der Stadt trafen wir aber immer wieder auf sehr freundliche und hilfsbereite Mexikaner, und so konnte auch alles für das bevorstehende Weihnachtsfest eingekauft werden.

An einem Abend wurde in der Stadt ein traditioneller Hahnenkampf abgehalten, den wir dann auch besuchten. Er war dann aber doch nichts so das Richtige für uns und so brachen wir die Veranstaltung nach der 3. Runde ab. Die Hähne kämpfen bis zum Tod!!!

Es ist mexikanische Tradition!!

 

Am 24. wurde dann bereits am Vormittag mit den Vorbereitungen für das gemeinsame Fest begonnen. Agnes, Heike, Oskar und Harold schmückten eine Palme als Weihnachtsbaum, und Karin kochte für alle ein feuriges Gulasch. Um 13.00 Uhr gab`s dann Sekt und Margerita und ab 14.00 Uhr Kaffee und von Karin und Heike gebackenen Karotten- und Hefekuchen- lecker wie zu Hause!!

Am Abend wurde dann das Gulasch mit den von allen zubereiteten Zuspeisen wie Kartoffelpüree, Nudeln, Blaukraut und Serviettenknödel verspeist. Michaela hatte noch Brot gebacken!!

Bei einem gemütlichen Lagerfeuer, aber auch mit dem Gedanken an die Familie zu Hause, klang dann der Heilige Abend aus.

„Kripperlroas“  in Mexico

Die ersten Tage in Mexiko 05.-21.12.2017

Den Grenzübertritt nach Mexiko hatten wir problemlos geschafft. In das Auto wurde von einer Zöllnerin nur kurz ein Blick (und der mehr aus Neugierde) geworfen und schon standen wir auf mexikanischem Boden. Wir erledigten noch die Einreiseformalitäten (500.- Pesos pro Person) für die Touristenkarte, die den Aufenthalt von 6 Monat ermöglicht. Um unseren Visaeintrag von der USA im Pass loszuwerden mussten wir wieder zurück zur amerikanischen Einwanderungsbehörde, die nach langem reden dann den weißen Zettel doch entfernten: Wir sind nun nicht mehr in den USA registriert.

Nun sollten wir eigentlich nur noch die Aduana (Fahrzeugeinfuhr) erledigen, was dann zur Herausforderung wurde, da wir die Anmeldestelle nicht fanden. Nach einer längeren Stadtrundfahrt und einigem Nachfragen, kamen wir wieder zum Grenzübergang zurück. Aber zu einem anderen! Wir wussten, es gibt 2 Grenzen, dass die Anmeldung aber nur bei einem erledigt werden kann, wurde uns erst klar, als wir mit „Polizeigeleit“ dorthin gebracht wurden. Unser Umherirren dürfte schon aufgefallen sein.

Beim richtigen Schalter angekommen erklärte uns das freundliche mexikanische Fräulein was wir zum Ausfüllen hätten, was dann schnell erledigt war. Wir bezahlten 59 USD plus 400 USD – Kaution für unser Auto (wird bei der Ausreise wieder zurückerstattet). Nun darf die “Speed Turtle“ 6 Monate in Mexiko bleiben. Die Versicherung für Mexiko hatten wir Online schon ein paar Tage vorher abgeschlossen, das ist in Mexiko Pflicht und kostet für ein halbes Jahr 220 USD.

In der Zwischenzeit war es schon stockdunkel, wir fuhren dann doch noch 60 Km aus Mexicali raus, um auf einem Campingplatz zu übernachten. Also taten wir gleich am ersten Tag das, was man eigentlich in Mexiko nicht machen sollte: Fahren bei Nacht!

San Felipe, eine kleine Stadt am Meer, war dann unser erster Stopp für 2 Nächte. Wir richteten uns mit Michaela und Günter auf einem kleinen Campingplatz gemütlich ein und genossen die ersten Stunden auf mexikanischen Boden. Am 2. Tag kamen dann noch Thomas und Stefan mit kanadischen Freunden dazu. Es wurde gekocht und gebacken!

Unsere Route führte uns dann weiter in den Süden, durch die ersten Kakteenlandschaften, die Küste entlang. Dabei lernten wir dann auch die mexikanischen Straßenverhältnisse kennen. Für eine ca. 40 km lange Strecke 3 Stunden!!! Einen Interessanten Stopp machten wir am Coco Corner, den Platz betreut ein sehr alter Herr der beinamputiert im Rollstuhl sitzt.

In Bahia de Los Angeles verweilten wir bei Sonnenschein und pazifischen Wassertemperaturen

3 Tage. Wir sahen die ersten Delfine und allerlei Wasservögel und genossen einen ausgiebigen Strandspaziergang.

Um weitere holprige Pisten zu vermeiden, fuhren wir zurück zur Hauptstraße und kamen an die Westküste nach Villa Jesus Maria wo wir ein traumhaftes Plätzchen am Stand in Beschlag nahmen. Am Abend waren wir dann wieder 4 Autos (wie in San Felipe). Am nächsten Tag unternahmen wir eine ausgiebige Wanderung der Küste entlang zu traumhaften Buchten mit Sandstränden. Unser Ziel war „Sea Lion Arch Cove“ eine Bucht mit Felsbogen und Seelöwen, die dann auch tatsächlich dort waren.

Am Abend wurde dann gemeinsam gekocht: 3kg Schrimps frisch vom Meer, in Knoblauch Sauce mit Reis, einfach lecker.

 

Wir blieben nun an der Westküste. In Guerrero Negro wurde eingekauft und nun wollten wir zur Laguna Ojo de Libre, wo sich im Winter Grauwale aufhalten. Die Fahrt dorthin führt durch ein riesiges Salzabbaugebiet. Wir waren dann aber zu früh, die Wale kommen erst im Jänner!!!!

So ging es weiter nach Bahia Asunzion, ein typisch mexikanisches Dorf, wo die Ortsbewohner am Abend einen Weihnachtsumzug abhielten, und alles was laufen konnte, auf der Straße war.

Am nächsten Tag erklärte uns ein Hundewelpe für seine neue Familie und verbrachte den Abend und die Nacht bei unseren Autos (er hatte sich ein Loch bei Günters reifen gegraben) leider mussten wir den halbverhungerten Welpen schwerem Herzens zurücklassen. In der Nacht hatten wir seit Wochen den ersten Regen. Am Tag lachte wieder die Sonne und die Reise führte uns weiter auf Waschbrettpiste nach Punta Abreojos wo wir in den Sanddünen übernachteten.

 

In San Ignacio besuchten wir die Missionskirche und verkosteten an einem Straßenstand leckere Tortillas.

Bei Santa Rosalia kehrten wir zurück zur Ostküste, wo wir dann auch wieder Agnes, Harold, Heike und Oskar trafen.

Nach zwei Tagen fuhren wir nach Mulege weiter, um Wäsche zu waschen und unsere Homepage wieder mal zu aktualisieren. Damit ihr über Weihnachten was zu lesen habt.

Wir möchten uns bei allen, die unsere Reise auf unseren Blog mitverfolgen und immer wieder tolle Kommentare schreiben bedanken.

 

Felize Navidad und alles Gute und viel Gesundheit für 2018.

Los Angeles

Durch diese Stadt mit dem eigenen Wohnmobil zu fahren, ist ein besonderes Erlebnis. Wenn man sich auf einer, der bis zu 8 Spuren, der Autobahn schlängelt und man dann entscheiden muss welche dieser Spuren man nehmen muss um ans Ziel zu kommen, erscheinen so manche Schweißperlen an der Stirn. Wir hatten 2 x das Vergnügen die Stadt zu durchqueren, was uns dann aber auch gereicht hat.

Einen tollen Tag verbrachten wir in den Universal Studios. Einen überwältigenden Eindruck und Einblick von der Filmwelt bekommt man bei den vielen Animationen. Man hat die Auswahl von Harry Potter, Simpson, Transformers, …….aber auch die Studiotour war äußerst interessant.

Man muss es einfach gesehen haben!!!!

Mit einem Zwischenstopp in Oceanside, wo wir eine Nacht am Hafen verbrachten, erreichten wir

San Diego, unsere letzte große Stadt in den USA.

Hier trafen wir uns mit Agnes und Harold und verbrachten 2 Tage an der Mission Bay. Wir hatten uns viel zu erzählen und so wurden uns die Tage fast zu kurz. Wir vereinbarten, uns bald an der Baja in Mexiko zu treffen.

In San Diego besuchten wir noch Sea World, wo uns die Shows mit den Delfinen und Orkas faszinierten, wenn man diese auch mit etwas gemischten Gefühlen erlebt.

 

Nun ging`s aber endgültig Richtung Mexiko. Wir trafen uns mit Michaele und Günter in El Centro, wo wir uns am 6. Dezember, am frühen Nachmittag, Richtung Mexicali aufmachten.

GOOD BAY AMERIKA!!

VIVA MEXIKO!!

Auf Richtung Los Angeles

https://drive.google.com/open?id=1OoZN2nDC_jAUust56-VYnBC7bHFrxNlc&usp=sharing

Google Map`s:  Von San Francisco nach Los Angeles weiter nach Mexicali

Weiter fuhren wir den Hwy 1, und konnten bei traumhaften Wetter und angenehmen Temperaturen bis 28°, viel tolle Eindrücke an der Küste sammeln.

Sandstrände und Steilküste bei Monterey am 17 Mail Drive und bei Carmel.

 

Seeelefanten Kolonien bei San Simeon und natürlich immer wieder an der Küste vorbeiziehende Wale, fischende Pelikane und Kormorane.

 

Bei Pismo Beach verbrachten wir dann drei Tage an einem Strandparkplatz. Wir unternahmen Spaziergänge am Strand und konnten dabei die vielen Wellenreiter, was in dieser Gegend Volkssport Nummer 1 ist, bei ihren „Ritten“ beobachten. Auch Wale liesen sich immer wieder blicken!!

Am Pismo Beach überwintern tausende von Manarch Faltern wenn sie von Kanada nach Mexiko fliegen.

 Als wir durch das Städtchen Solwang schlenderten, das von Dänen gegründet wurde, bekamen wir das Gefühl in Europa zu sein. Es gibt Fachwerkhäuser, Windmühlen, Kuckucksuhrengeschäfte und vor allem leckere Bäckereien, die einem die Auswahl schwer machen.

 

 

Santa Barbara besuchten wir 2 Tage. Den herrliche Sandstrand und den lange Holzsteg auf dem man rauslaufen kann und einen tollen Blick auf die Stadt hat, sollte man gesehen haben. Wir schlenderten dann noch durch die Altstadt, die sich im spanischen Stil präsentiert. Hier wurde uns dann auch so richtig bewusst, dass Weihnachten vor der Tür steht. Weihnachtlieder und überall weihnachtlich dekorierte Schaufenster und Straßen!!!!

 

Über die Küstenstraße 1, an Malibu vorbei, wo die Reichen ihre „Häuschen“ haben erreichten wir schlussendlich Los Angeles.

San Francisco

https://drive.google.com/open?id=1HbLiN79WCnAemHpm0rxSDnZLKpy0ECOq&usp=sharing

Google Map´s : Von Fresno Yosemite – Virginia City zum Pazifik nach San Francisco
So saßen wir nun in San Francisko und überlegten wie es weiter gehen soll. Abbrechen, von wo das Auto verschiffen, kann es überhaupt gerichtet werden um zu einem Hafen zu kommen, von welchem Hafen ist es überhaupt möglich. Viele Fragen wo beginnen wir.

So liefen wir erstmals Montagmorgen los um eine Werkstatt zu finden. Durch Zufall entdeckten wir dann eine Halle mit der Aufschrift „Network Collision“. Als gleich mal rein und wir zeigten dem Chef ein Foto von unserem kaputten Auto. Er fuhr sofort mit uns zum Auto um es sich anzusehen. Er meinte, dass das gerichtet werden könne, wir sollen das Auto zur Werkstatt bringen, es müsste die 3 km noch halten. Gesagt getan. Mittags stand das Auto dann dort, der Schweißer war noch etwas skeptisch, versprach aber sein Bestes zu machen. Um 17.00 waren wir dann wieder dort und das Auto fast fertig. War die Schnelle Lösung unseres abermaligen Problems ein Zeichen weiter zu reisen? Wir hatten nun die Unterkunft mal für 5 Tage gebucht und wollten uns mal die Stadt ansehen um auf andere Gedanken zu kommen. Die Entscheidung weiter zu reisen oder an die Baltimore (5000km) von wo wir das Auto verschiffen könnten mussten wir uns erst durch den Kopf gehen lassen.

San Francisco wurde 1776 von den Spaniern gegründet und erlebte, wie viele andere Städte, um 1848 (800 EW)einen enormen Bevölkerungszuwachs (Anfang 20 Jh. 400 000 EW) durch den Goldrausch. Im April 1606 wurde zerstörte ein Erdbeben und ein durch gebrochene Gasleitungen ausgelöstes Feuer riesige Stadtgebiete. Der wirtschaftlichen Abgeschlossenheit konnte durch den Bau der Oakland Bay Bridge und der Golden Gate Bridge ein Ende gesetzt werden. In den 60er und 70er Jahren verwandelte dann die Hippie – Bewegung so manches Bild in der Stadt.

Unseren 1 Nachmittag verbrachten wir an der Hafenfront „Fishermen`s Warf“ wo sich unter anderem der bekannte Pier 39 befindet. Hier tummeln sich auf Stegen hunderte Seelöwen und ihre Laute sind nicht zu überhören.

Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Big Bus durch die Stadtviertel: Financial District, Chinatown, South of Market, Civic Center, Golden Gate Park, …. bekamen wir einen guten Überblick von der Stadt.

Natürlich genossen wir auch eine Fahrt mit der Cable Car Bahn, dem berühmtesten städtischen Verkehrsmittel, mit der man so manche steile Straße in der Stadt bequem bewältigen kann.

Einen Stopp legten wir natürlich bei der Golden Gate Bridge, mit einer Spannweite von 2,7 km, ein.

Am 2 Tag erkundeten wir die ehemalige Gefangeneninsel Alcatraz auf der in den Jahren 1934-1963 Schwerverbrecher wie Al Cabone in Einzelhaft untergebracht waren. Durch die starken Strömungen rund um die Insel war eine Flucht angeblich unmöglich.

Leider verregnete es uns dann noch einen Tag und so lernten wir San Francisco und den Stadtteil Sausalito von der feucht/kühlen Seite kennen.

Am Hyw 1 entlang der Pazifikküste

Bei Fort Bragg/ Westport erreichten wir den Pazifik und genossen die tollen Aussichten an der meist steilen Küste mit kleinen Sandstränden und wilder Brandung. Auch die ersten Wale, die am Weg vom Norden nach Mexiko sind, konnten wir sehen.

 

„Mendocino“, das Lied kennt doch jeder, aber auch als Filmkulisse für über 60 Filme wie „Jenseits von Eden“ ist dieses Städtchen bekannt.

Für uns war dann auch, etwas südlich der Stadt, der Platz unseres nächsten Schocks. Wir entdeckten an unserem Fahrwerk Risse!!!

So machten wir uns mit einem mulmigen Gefühl „wie lange wird das noch halten“ schnellstens Richtung San Franzisco auf. Es waren dann bange 150 km und beim Einparken beim Quartier war es dann endgültig gebrochen. War das nun das Ende unserer Reise?

Durch den Yosemite NP zum Pazifik

 Yosemite National Park

Der Park ist der meistbesuchte der USA, da er sehr zentral zwischen Los Angeles und San Franzisco liegt. Seine Popularität verdankt er seinen spektakulären Tal und Hochgebirgslandschaften. Zentrum des Parks ist das Yosemite Valley, welches auf beiden Seiten von senkrechten Granitwänden eingerahmt ist. Diese locken zahlreiche Kletterfreunde an. Am bekanntesten sind der „El Capitan“ und der „Half Dom“ von denen sich auch zahlreiche Wasserfälle in die Tiefe stürzen.

 

Wir genossen die letzten sonnigen Tage im Park und machten uns dann auf den Weg zur Tioga Road und über den Tioga Pass, der bei Wintereinbruch gesperrt wird. Wir hatten Glück und konnten die Passstraße, zwar bei kaltem aber noch sonnigem Wetter, genießen.

 

Mono Lake

Wenn man den Tioga Pass überquert hat, befindet man sich wiederum mitten in der Sierra Nevada und am gespenstischen „Mono Lake“. Der Großraum Los Angeles hat in den 1940 Jahren die Zuläufe angezapft und so ist der Wasserspiegel um 14m gesunken. Es entstanden riesige Kalkgebilde, die mit Salzkrusten überzogen sind. Umweltschutzorganisationen haben sich mittlerweile eingesetzt und der Wasserspiegel steigt wiederum.

 

Virginia City

Unsere Reise führte uns weiter in den Norden und wir hielten uns einen Tag in Nevada, in der sehr gut erhaltenen Westernstadt Virginia City auf. Die Stadt war so wie viele andere Städte durch Goldfunde bekannt geworden. Als diese sich dem Ende zuneigten, wurde das Städtchen als Filmkulisse entdeckt. Hier entstand die Serie „BONANZA“.

 

Wir wollten weiter Richtung Küste und schlugen dabei den Weg über den riesigen Gebirgssee „Lake Tahoe“ ein, wo wir dann das bevorstehende Winterwetter so richtig zu spüren bekamen: Nebel, Regen, Kälte und der erste Schnee.

50 Tage unterwegs in den USA

Wir waren nun doch schon einige Tage in den USA unterwegs und hatten so viele beeindruckende Landschaften erlebt, dass wir uns oft fühlten als hätten wir viele Urlaube hier verbracht. Die National Parks, ihr konntet sie ja aus unseren Berichten ein wenig kennen lernen, reihten sich wie an einer Perlenkette aneinander. Kaum hat man einen verlassen, näherte man sich schon dem Nächsten und jeder ist für sich eine Besonderheit. Man könnte nicht sagen, wo es am Schönsten war.

Besonders beeindruckt haben uns die Wüstengebiete und das Death Valley, das für uns Europäer ja dann doch eher fremd und für mich dann schon etwas Unheimliches hatte. Sand, Steine, Felsen, ausgetrockneter Flüsse und Seen, Hitze bei Tag und gewaltige Sternenhimmel bei Nacht.

Jedenfalls waren diese Tage für uns die abwechslungsreichsten unserer Reise, und wir hatten nun vor, mal eine längere Pause einzulegen. Dass diese dann aber für uns gerade am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag kam, erwischte uns dann ziemlich unvorbereitet. Im Kings Canyon National Park verweigerte unsere „Speed Turtle“ die Weiterreise. Die Kupplung hatte den „Geist“ aufgegeben. Wir benötigten 2 Tage um nach Fresno (nächste größere Stadt mit Nissan Werkstatt) zu gelangen, was dann mal satte $900.- kostete und noch lange nicht hieß, dass uns dort geholfen werden könnte. Ein europäisches Auto und noch dazu mit Diesel betrieben, gibt es in den USA nicht. So mussten die Ersatzteile aus England angefordert werden, was für uns eine Pause von 11 Tagen bedeutete.

Wir konnten diese Tage dann aber bei „Daniel“, der einen Teil seines Hauses Reisenden vermietet, recht angenehm verbringen. Daniel stammt aus Simbabwe, lebt seit 20 Jahren in Amerika und hat davon 7 Jahre in München verbracht, wodurch er auch ziemlich gut Deutsch spricht. Er war von der 1. Minute an sehr hilfsbereit, holte uns vom Hotel ab (wo wir eine Nacht verbrachten) und stellte uns sein gesamtes Haus ohne Einschränkung für unbestimmte Zeit zur Verfügung. Sein Ausspruch wenn wir was brauchten: „Alles kein Problem!“. Diesen Spruch werden wir uns zu Herzen nehmen.

Dann ging es Gott sei Dank nach 11 Tagen und reparierter Kupplung wieder weiter. Beim Wegfahren übersahen wir dann eine doppelte Bodenwelle und ein gewaltiger Krach bescherte uns einen weiteren Schaden. Die Bordbatterie war aus der Verankerung gehoben und hat einen Teil der Elektronik kaputt gemacht. Schaden hielt sich in Grenzen und so fuhren wir weiter.

Jetzt würde es doch mal reichen!!!

Sequoia und Kings Canyon National Parks

https://drive.google.com/open?id=1XuFEPo-3L2bwAC03QN3zttE2JG4&usp=sharing
Google Map`s: Las Vegas in den Sequoia NP

Wir machten uns auf Richtung Süden und führen auf die westliche Seite der Sierra Nevada über den Walker Pass und dann den Kern River entlang, durch ziemlich kurvenreiches Gebiet zum Sequoia NP.

Dieses Gebiet ist geprägt durch endlose Orangen-, Zitronen- und Olivenplantagen, die alle künstlich bewässert werden!

Wir begannen unsere Tour im Sequoia NP vom Süden her, beim Foothills, wo sich der Generals Highway auf 16 Meilen in 142 engen Kurven durch sonnenverbrannte Vegetation mit Yucca Palmen durch steinige Landschaft schlängelt. Am Ende thront dann der 2050 m hohe Moro Rock, eine kahle Granitkuppel über der Straße. Man kann diesen, über 400 in den Stein geschlagene Stufen, erklimmen.

Auf 1400 m Höhe erreicht man die Hochwaldgrenze und die ersten Wahrzeichen des Parks, gigantische Mammutbäume ca. 3000Jahre alt (sequoia gigantea), deren Borke im Halbschatten zimtrot leuchtet, sind zu sehen. Die Baumart ist zwar etwas kleiner als ihre Verwandten in den Redwood Wäldern an der kalifornischen Küste, sie machen es aber mit ihrem Umfang wett.

So findet man dann, nach einer kurzen Wanderung den „General Sherman Tree“ der mit seinem Volumen das größte „Lebewesen“ der Welt ist. Aber viele weitere „kleinere“ Verwandte findet man in dieser Region und auch weiter nördlich beim General Grant Grove.

Sehenswert sind aber auch die Baumstümpfe, die aus der Zeit stammen, als diese Giganten der Holzindustrie zum Opfer fielen. Aus einem Baum kann immerhin ein ganzes Haus gebaut werden!

Kings Canyon

Zum Kings Canyon führt nur eine Straße, die wiederum kurvenreich am South Fork Kings River verläuft. Leider war bei uns dann an diesem Tag dichter Smog von den umliegenden Waldbränden. So hielten wir uns nicht lange auf und fuhren die zurück.

Kurz bevor wir im Sequoia Park zurück waren, ging unserer „Speed Turtle“ die Luft aus. Die vielen Kurven bergab und bergauf hat die Kupplung nicht ausgehalten. So benötigten wir dann einen Abschleppdienst um das Auto nach Fresno in die Werkstatt zu bringen. Abschleppen in unserm Sinne ist in den USA verboten. Man benötigt einen Abschleppdienst (Auto wird verladen). Dies ist dann eine kostspielige Angelegenheit: $ 900.- für 200km!!!

Also mal Pause!!

Reisen ist Freiheit

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