Norwegens Eismeerküste – Von Grense Jakobselv an der Barentssee nach Hammerfest am Nordmeer

Unterwegs im nördlichsten Teil NORWEGENS – die FINNMARK

Das von Taiga und Tundra geprägte „Land am Ende der Welt“ ist die einsamste Region Europas, ist raue Wildnis und zugleich die größte zusammenhängende Fläche Natur unseres Kontinents. Es ist das Kernland der Samen, die hier noch heute teilweise von der Rentierzucht leben.

Die Haupterwerbszweige sind heute der Fischfang und der Tourismus.

Wir bereisten das Land von der finnisch, russischen Grenze am Varangerfjord bis Alta am Altafjord und von dort wieder südlich zurück nach Finnland.

Bei Neiden überquerten wir die Grenz nach Norwegen. Am Fluss Skoltefos war gerade der Beginn des KÄPELAFISK- Lachsfang (spezielle Netzfischerei), den wir gleich miterleben durften. Den 1. Lachs bekamen wir sozusagen als Begrüßungsgeschenk.

Unser Weg führte uns an die russische Grenze (geschlossen) und hoch nach Grense Jakobselv mit dem 1. Übernachtungsplatz an der Barentsee.

Kirche Oskar II

Am Grenzflüsschen entlang.  Am gegenüberliegenden Ufer stehen die rot/grün gestreiften russischen Grenzpfahle.

 

Video: Grenzstraße Norwegen Russland

KIRKENES ist der nördliche Wendepunkt der Hurtigruten – Schiffe. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt vollkommen zerstört. Sie war durch die riesigen Erzvorkommen und die strategisch bedeutende Lage ein ständig umkämpfter Punkt auf der Landkarte.

Andersgrotte – Bergwerksstollen der während der Luftangriffe der Bevölkerung Schutz bot.

Auf der Voranger Halbinsel entlang dem Vorangerfjord nach Hamningberg. Immer wieder wechselnde Landschaft, Steinformationen in verschiedenen Farben mit kleinen Ansiedlungen/ Fischerdörfern und natürlich Rentiere immer und überall.

 

Video: Fahrt am Vorangerfjord

Video: Flight over the Fjord

VARDO liegt auf einer Insel, die man durch einen Unterwassertunnel erreicht.

Die Festung Vardøhus, norwegisch Vardøhus festning, ist die nördlichste und östlichste Festung Norwegens. Sie wurde von König Håkon V. um 1300 auf der Insel Vardøya errichtet. Sie diente der Wahrung der norwegischen Interessen an der Nordostpassage

EKKEROY Möwenkolonie der man ins Nest schauen kann.

Video: Möwenkolonie

Von Tana Bru über das IFJORD -FJELL.  Auf der „ARKTISCHEN ROUTE“ oder „EISMEERSTRASSE“ 211 km Highway in die Einsamkeit. Diese  kann nur von Juni bis Mitte September befahren werden  Am Tanafjord geht’s steil hoch auf das arktische Ilfordfell, dessen Schneefelder nicht mal im Sommer ganz verschwinden, zum zerklüfteten Borselvfells, in unwirkliche Steppenlandschaft zum Porsangerfjord, gibt`s gerade mal ein Dörfchen.

 

Bei Ilfjord machten wir bei Traumwetter einen Abstecher hoch zur NORD KINN Halbinsel. Wir fuhren hoch zum nördlichsten Punkt Europas, den man mit dem Auto auf dem Festland erreichen kann.

Beim nördlichsten Leuchtturm verbringen wir eine Nacht und laufen natürlich auch durch die Tundra Landschaft. Immer und überall werden wir von verschieden Vögeln begleitet oder auch mal angegriffen, wenn wir ihren Gelegen zu nahe kommen.

GAMVIK mit Museum in der alter Fischfabrik

 

MEHAMN Stellplatz mit toller Aussicht und verfallenen Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg.

Kurz vor Ilford besichtigten wir noch eine Königskrabben Firma. Diese kaufen die Krabben von den Fischern, sortieren sie und verschicken sie, in Wasserbehältern, lebendig, in die ganze Welt.

SILVAR – CANYON

Am Porsangerfjord

zu den versteinerten Trollen bei TROLLHOLMEN. Die Traumgestalten der norwegischen Kinderzimmer, verwandelt in bröseliges Dolomitgestein, verwittert von Wind, Wasser und Frost.

Ab nach HAMMERFEST

Lachs fischen bei Kvalsund- Kvalsundbrücke.

HAMMERFEST nördlichste Stadt der Welt, 100km nördlich vom Polarkreis. Auch diese Stadt wurde im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört.

Meridiansäule, errichtet zur Erinnerung an die erste genaue Vermessung des Erdballs, durch den Astronomen W. Struve 1844-1852.

Meridianbogen oder kurz Struve-Bogen

Hafen mit Hurtigruten Schiff

Blick auf die Stadt vom Aussichtsberg Salen

Übernachtungsplatz in Forsöl

Das Wetter war zu verlockend und so entschieden wir uns doch noch die 170 km zum NORDKUP hochzufahren.

Entlang des Porsangerfjord immer wieder traumhafte Fotomotive.

Das NORDKUP liegt auf einer Insel, die man durch einen Unterwassertunnel von 6,8 km, 212 m unter dem Wasser, erreicht.

Es geht dann im stetigen auf und ab, durch Felslandschaft mit Flechten, Moosen und Rentieren zum nördlichsten Punkt unserer Reise. Jede Kehre bietet neue überwältigende Aussicht auf diese grandiose Landschaft.

Bei Traumwetter, 24 Stunden Sonnenschein, 10°-14° und nur einem leichten Lüfterl verbrachten wir unvergessliche Stunden.

Video: Nordkap von oben

Nun aber endgültig wieder Richtung Süden. Mit einem letzten Übernachtungsstopp im Porsangerfjord und nochmals einer Portion Frischfisch machten wir uns auf den Weg zurück nach Finnland.

Fahrtrouten:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=16NPnlwooiZaLwkWRVOjB2nSo_tvdUBs&usp=sharing

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1YVJp8KzRVMGkqZhJTo2Wb0zk1eea29A&usp=sharing

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1p30PPYiBTaYgmmyXlbcF7MhB6Rnm0TU&usp=sharing

 

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