Helsinki – Die Hauptstadt am Finnischen Meerbusen

Donnerstag, der 09.06.2023 . Wir sind in Finnland angekommen

Gestartet wird dann gleich mal in der Hauptstadt Helsinki.

Helsinki wird als „Tochter der Ostsee“ oder „Perle der Ostsee“ bezeichnet und liegt an der Spitze einer Halbinsel und auf 315 Inseln. Die Innenstadt liegt auf einer südlichen Halbinsel, Helsinginniemi („Kap von Helsinki“)

Sie ist die bevölkerungsreichste Stadt Finnlands,  liegt am Ufer des Finnischen Meerbusens und hat 665.558 Einwohner. Das Stadtgebiet der Stadt hat 1.268.296 Einwohner, was es zum mit Abstand bevölkerungsreichsten Stadtgebiet Finnlands sowie zum wichtigsten Zentrum des Landes für Politik, Bildung, Finanzen, Kultur und Forschung macht.

Sie wird oft als die einzige Metropole Finnlands bezeichnet und ist mit über einer Million Einwohnern die nördlichste Metropolregion der Welt sowie die nördlichste Hauptstadt eines EU-Mitgliedstaats. Helsinki ist nach Kopenhagen und Stockholm die drittgrößte Gemeinde in den nordischen Ländern. Finnisch und Schwedisch sind beide Amtssprachen. Die Stadt wird vom internationalen Flughafen Helsinki bedient, der sich in der Nachbarstadt Vantaa befindet und häufig zu vielen Zielen in Europa, Nordamerika und Asien angeflogen wird.

Helsinki war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1952 und Gastgeber des 52. Eurovision Song Contest im Jahr 2007.

Die Stadt wurde am 12. Juni 1550 auf Befehl von König Gustav Wasa an der Mündung des Flusses Vantaanjoki an der Stelle von Forsby oder dem mittelalterlichen Dorf Koskela gegründet. Die Stadt sollte als Handelsstadt mit Tallinn konkurrieren, und der König befahl den Bürgern von Porvoo, Ekenäs, Rauma und Ulvila, nach Helsinki zu ziehen. Auf der Insel zwischen den Mündungen des Flusses wurde 1551 ein königliches Herrenhaus errichtet und 1553 eine Kirche in der Stadt gebaut. Schweden eroberte jedoch 1561 Nordestland und Tallinn, was das Interesse des Königs an Helsinki verringerte. Helsinki erhielt 1617 die Grundrechte, aber die Stadt blieb klein und bescheiden, mit nicht mehr als ein paar hundert Einwohnern in den 1640er Jahren.

Die Bedeutung begann zu wachsen, als 1748 mit dem Bau der Festung Suomenlinna vor der Stadt begonnen wurde.

 

Wir besorgen uns eine 72 Stunden „Helsinki Card“, die wir so richtig genützt haben.

Architektur in Helsinki

Modernismus, Funktionalismus und die größte Konzentration von Jugendstilgebäuden in Nordeuropa machen Helsinki zu einer bedeutenden Stadt der Architektur…

Kanaltour mit dem Schiff

Bahnhof Helsinki

Die Temppeliaukio-Kirche – Felsenkirche, die direkt in den Fels gehauen wurde, befindet sich im Herzen von Helsinki. Aufgrund ihrer besonderen Architektur ist die 1969 fertiggestellte Kirche eine der Hauptattraktionen in Helsinki. Der Kirchensaal ist mit einer Kuppel bedeckt, mit Kupfer ausgekleidet und auf den Felswänden von Stahlbetonbalken gestützt. Die Innenwände bestehen aus zerklüftetem Fels und Bruchsteinmauern. Noch vor Mittag breitet sich das Licht von der Fensterreihe, die den Dachrand umgibt, auf die Altarwand aus, wo eine eiszeitliche Felsspalte als Altarbild dient.

Die Kathedrale von Helsinki von Carl Ludvig Engel, die sich auf der Nordseite des Senatsplatzes erhebt, ist Schauplatz nationaler und akademischer Festgottesdienste und eine der beliebtesten Touristenattraktionen. Die Kirche ist Teil von Helsinkis Zentrum der Empire-Ära und ein Wahrzeichen für diejenigen, die auf dem Seeweg anreisen. Es ist zum Symbol von ganz Helsinki geworden. Die heutige Hauptkirche der Diözese Helsinki, die früher St.-Nikolaus-Kirche und Große Kathedrale genannt wurde, wurde 1852 fertiggestellt. Skulpturen der zwölf Apostel bewachen die Stadt vom Dach der Kirche aus.

Uspenski-Kathedrale oder Mariä-Entschlafens-Kathedrale ist die Hauptkirche der orthodoxen Gemeinde Helsinki sowie die Kathedrale der Diözese Helsinki und des orthodoxen Erzbistums von Finnland. Die Kirche aus rotem Backstein befindet sich im Zentrum von Helsinki auf dem Katajanokka-Felsen. Die Uspenski-Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche in Nord- und Westeuropa.

Das Olympiastadion von Helsinki war das Zentrum des Geschehens während der Olympischen Sommerspiele 1952.Helsinki wurde zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1940 gewählt, die jedoch aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt wurden. Stattdessen war Helsinki Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 1952. Die Olympischen Spiele waren symbolisch und wirtschaftlich ein Meilenstein für Helsinki und Finnland als Ganzes, das sich vom Winterkrieg und dem Fortsetzungskrieg mit der Sowjetunion erholte. Helsinki war 1983 auch die erste Stadt überhaupt, in der die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Helsinki war auch 2005 Gastgeber der Veranstaltung und damit auch die erste Stadt, die die Meisterschaften zum zweiten Mal ausrichtete.

 

Sibelius-Denkmal: Das weltberühmte Denkmal des Komponisten Jean Sibelius von Eila Hiltunen befindet sich im Sibelius-Park. Es wurde am 7. September 1967 enthüllt. Das Sibelius-Denkmal, das an Orgelpfeifen erinnert, besteht aus geschweißtem Stahl mit über 600 Pfeifen und mit der Büste des Komponisten auf einer Seite. Das Denkmal ist eine der beliebtesten Statuen Helsinkis und eine der bekanntesten Touristenattraktionen.

Zwischen Kanonen:

Die Inselfestung Suomenlinna bei Helsinki, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist eines der beliebtesten Reiseziele in Finnland. Suomenlinna ist ein Vorort von Helsinki mit rund 800 Einwohnern. Die Festung wurde von drei historischen Epochen geprägt, als sie zuerst Schweden, dann Russland und schließlich Finnland verteidigte. In der Festung gibt es sechs Kilometer Mauern, 100 Kanonen, aufregende Tunnel und wunderschöne Parks.

Die Festung ist das ganze Jahr über mit der Fähre vom Marktplatz aus leicht zu erreichen. Die Fahrzeit beträgt ca. 15 Minuten.

Tallinn „Eine Stadt der Sagen und Legenden“

Ein Tag in Tallinn – Wir besuchen die Hauptstadt von Estland.

Wir hatten uns einen netten Stellplatz am Stadtrand von Tallinn gesucht und führen am frühen Vormittag mit dem Zug in die Stadt. Dauer ca. 40 Minuten.

Tallinn ist die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Estlands. Tallinn liegt an einer Bucht im Norden Estlands, am Ufer des Finnischen Meerbusens der Ostsee, hat etwa 454.000 Einwohner (Stand 2023). Tallinn ist das wichtigste Finanz-, Industrie- und Kulturzentrum Estlands. Vom 13. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Tallinn in den meisten Teilen der Welt unter dem Namen Reval bekannt.

Im Jahr 1285 wurde Tallinn/Reval das nördlichste Mitglied der Hanse – einem Handels- und Militärbündnis deutscher Städte in Nordeuropa. Der König von Dänemark verkaufte Reval zusammen mit anderen Landbesitzungen in Nordestland 1346 an den Deutschen Orden. Reval war wohl der bedeutendste mittelalterliche Hafen im Finnischen Meerbusen. Reval genoss eine strategische Position an der Kreuzung des Handels zwischen dem Rest Westeuropas und Nowgorod und Moskau im Osten. Die Stadt mit etwa 8.000 Einwohnern war mit Stadtmauern und 66 Wehrtürmen sehr gut befestigt.

Am 24. Februar 1918 wurde in Tallinn die estnische Unabhängigkeitserklärung verkündet. Es folgte die kaiserlich-deutsche Besatzung bis zum Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918, woraufhin Tallinn zur Hauptstadt des unabhängigen Estland wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Estland zunächst von der sowjetischen Armee besetzt und im Sommer 1940 in die UdSSR eingegliedert, dann von 1941 bis 1944 von Nazi-Deutschland besetzt. Während der deutschen Besatzung litt Tallinn unter vielen Bombenangriffen der sowjetischen Luftwaffe. Während des zerstörerischen sowjetischen Bombenangriffs am 9. und 10. März 1944 wurden über tausend Brandbomben auf die Stadt abgeworfen.  Nach dem deutschen Rückzug im September 1944 wurde die Stadt erneut von der Sowjetunion besetzt.

Während der Olympischen Sommerspiele 1980 wurden die Segelwettbewerbe in Pirita, nordöstlich des Zentrums von Tallinn, ausgetragen. Viele Gebäude, wie der Tallinner Fernsehturm, das Hotel „Olümpia“, das neue Hauptpostgebäude und das Regattazentrum, wurden für die Olympischen Spiele gebaut.

Im Jahr 1991 wurde die unabhängige demokratische estnische Nation wiederhergestellt und es folgte eine Zeit der schnellen Entwicklung zu einer modernen europäischen Hauptstadt. Tallinn wurde am 20. August 1991 wieder Hauptstadt eines  unabhängigen Landes. Die Altstadt wurde 1997 zum Weltkulturerbe und die Stadt war Gastgeber des Eurovision Song Contest 2002.

Einige Sehenswürdigkeiten im historischen Tallinn:

Die Stadt gliedert sich in die Oberstadt und die Unterstadt

Schloss Toompea, es verkörpert die örtliche Macht, die Machthaber wechselten jedoch mehrmals. Heute Sitz des Parlaments der Republik Estland. Höchster Turm des Schlosses „der lange Hermann“

Domkirche zu St. Marien, eine der ältesten Kirchen von Tallinn. Der Fußboden der Domkirche, die jahrhundertelang als Totengruft diente, ist mit alten Grabplatten belegt. An den Wänden hängen Wappen und Gedenktafeln der adeligen Familien, deren Familienmitglieder hier beigesetzt wurden. Auch Handwerks Gilden haben hier ihre Grabstätten.,

St. Alexander Nevsky Kathedrale, größtes kirchliches Gebäude im Baltikum. Gotteshaus mit fünf Kuppeln und drei Altarräumen bietet Platz für 1500 Menschen. Putin bezahlt jährlich 1 Millon Euro für den erhalt des Gotteshauses.

Stadtmauer mit einer höhe von 6,5 m und 2,3 m dick. Eine der stärksten Festungsmauer Nordeuropas. Die Länge betrug 2,35 km mit 45 Türmen. Heute sind noch 1,85 m der Mauer und 26 Türme sehr gut erhalten

Rathausplatz, heute der belebteste Platz der Stadt mit dem Rathaus

Olaikirche mit Kirchturm/ Aussichtsplattform 124 Meter hoch. Man kann diesen durch eine Wendeltreppe mit 350 Stufen besteigen

Blick über die Stadt Tallin von der Plattform der Olaikirche 

 

St. Katharinenpassage. In dieser malerischen Straße befindet sich die katherinenegilde, kleine Handwerksbetriebe, in denen Künstler traditionelle Glaswaren, Hüte, Quilts, Keramik, Schmuck,… verkaufen.

Markthalle beim Bahnhof

Eindrücke bei einen Rundgang einer zauberhaften Stadt

Nach einem langen, sehr interessanten Tag in Tallin kehrten wir mit dem Zug zurück zum Stellplatz und verbrachten dort noch eine Nacht.

Am 09.06. verließen wir Tallinn (vom Hafen in Muuga) mit der Fähre Richtung Helsinki um 16.30 Uhr.

Route Tallinn Helsinki

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1_OIQCXOa-3zfiR7_I2x3_7mnyFoMOxg&usp=sharing

Die Überfahrt dauerte 2,5 Stunden und war recht ruhig.

 

Auf der Insel Muhu und Saaremaa Estland

Estland, unser 1. Ziel haben wir am 1.06. erreicht. In Virtsu, im Westen Estlands, fuhren wir am Donnerstagabend noch mit der Fähre rüber zu den Inseln Muhu und Saaremaa, die wir dann 4 Tage erkundeten.

Wir starteten auf Muhu in N-Richtung an die Küstenstraße (Schotterpiste) zur „Steilküste“ von Üügu Pank“

und dann zurück zum Örtchen Liiva, wo wir gleich mal Fisch und leckeres Roggenbrot einkauften.

 

In Koguve besichtigten wir das Freilichtmuseum und erfuhren vom Leben der Bewohner der Insel vor 100 Jahren.

Weiter fuhren wir über einen Damm zur Insel Saaremaa. Die Inseln sind sehr naturbelassen und dünn besiedelt. Die Menschen leben von der Landwirtschaft und vom Fischfang. Saaremaa war während der Sowjetzeit militärisches Sperrgebiet und konnte nur mit einer Genehmigung betreten werden. So hatte die Natur viele Jahre freie Hand.

Bei Kogi unternahmen wir eine 6 km lange Moorrundwanderung, und verbrachten dort auch eine ruhige Nacht.

https://www.komoot.de/tour/1148208405?ref=wtd

Unser nächstes Ziel der Meteoritenkrater bei Kaali, größter Krater mit einem Durchmesser von 110 m. In der Umgebung findet man weitere kleinere Krater.

Meteoritenkrater bei Kaali

 

Burg Kuressare -„Arensburg“ Festung aus der Zeit der Herrschaft des Deutschen Ordens auf Saaremaa.

Zur Halbinsel Sörve, die weit ins Meer hinein nach Süden reicht und in den Weltkriegen von großer strategisch-militärischer Bedeutung war. Der schwarz-weiße Leuchtturm von Sörve ist dem Militär und dem Krieg gewidmet. Wir konnten Fischer beim Ausladen ihres Tagesfangs von Hornhechten zusehen.

Für uns gings dann wieder weiter, vorbei an einsamen Buchten und Stränden, wieder nord/westlich zum Dorf Karala, wo es seit diesem Jahr „humorvolle Kunst im Schafspelz“ gibt. Man trifft auf eine 101-köpfige Schafherde, eine Schafsarmee und weitere hübsche einzelne Steinschafe – insgesamt über 200 Schafe, die zusammen nichts anderes betreiben als Politik. Nach langer Unterdrückung von Wölfen, Bären und Füchsen, haben sie sich, unter Führung des großen Schafskopfs, in die Freiheit gebähhhhht. Einfach genial, witzig aber war!!!!

Weiter an die Nordküste zu den Klippen von Panga. Diese sind 21 m hoch und man kann sie auf einem wunderschön angelegten Wanderweg über 2,5 km erkunden. Auch ein Abstieg zum Kiesstrand war möglich.

Klippen von Panga

Flug über die Klippen von Panga

https://www.komoot.de/tour/1153118328?share_token=ahx2wE8BmNRAan0dt4aI9wcHdU8m1Ou48m0Y0fU6wEK7cIbkWu&ref=wtd

Wanderung entlang der Klippen von Panga

Nicht weit davon entfernt findet man den Mühlenberg bei Angla, wo man ein kleines Museum und 5 funktionstüchtige Mühlen besichtigen kann. Es waren mal über 800 Windmühlen auf der Insel in Betrieb. Einzelne Mühlen findet man auch heute noch in vielen Winkeln der Insel.

Bevor es zurück aufs Festland ging besichtigten wir noch die Festung von Maasi. Sie gehörte ebenfalls dem deutschen Orden, später den Dänen und zuletzt den Schweden bevor sie im 16. Jh. zerstört wurde. Man kann heute Teile der freigelegten Burg besichtigen.

Am 5.06. fuhren wir zurück aufs Festland von Estland und mit einem Zwischenstopp, an einem ruhigen See, in die Hauptstadt nach Tallinn.

Jetzt geht´s in die estnische Hauptstadt…..

Route auf den Inseln Muhu und Saaremaar

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=12MtoILRhTOmFOiE9jwlIwa0e6tJ6mj8&usp=sharing

Auf in den Norden

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Anja, Sandra und Volker geht unsere Reise Richtung Finnland, am 29.05.2023 los. Unterwegs besuchen wir noch unsere Freunde Michaela und Günther in Theresienfeld auf ein Kaffeetratscherl.

Es geht dann auf direktem Weg, überwiegend auf Landstraßen, (mit 4,5 to. Gesamtmasse wird es schwierig die verschiedenen Mautboxen zu besorgen), durch Tschechien, Polen, Litauen und Lettland bis Estland und dort zum Fährhafen Virtsu. Nach 3,5 Tagen und gefahrenen 2000 km setzen wir mit der Fähre auf die Insel Muhu über, wo dann unsere Reise so richtig beginnt.

Fahrtroute Leoben – Estland

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=12MtoILRhTOmFOiE9jwlIwa0e6tJ6mj8&usp=sharing